BILD---Sesaml-von-Shutterstock-1

ÖLZIEHEN - Detox für Mundraum und Körper

Ich habe das Ölziehen vor Jahren im Rahmen meiner Amalgam-Entfernung und anschließenden Entgiftung kennen- und schätzen gelernt.
Seit dem nutze ich diese geniale Methode, um meinen Mundraum zu entgiften, den Körper zu entlasten und mein Immunsystem zu stärken. Es ist Teil meiner Frühjahrs- und Herbst-Detox-Kur. In diesem Artikel zeige ich Dir, wie Du in 7 Schritten das Ölziehen für Deine Gesundheit nutzen kannst.

 

In der ayurvedischen Lehre hat das Ölziehen schon lange Tradition. Es soll dazu beitragen, den Körper zu entgiften und die Mundhygiene zu verbessern. Angeblich soll es sogar bei anderweitigen Beschwerden wie Migräne oder Magengeschwüren auf lange Sicht zur Besserung beitragen. Vor allem Parodontose könne dadurch vorgebeugt werden, heißt es.

Sie haben sich entschlossen, mit dem Ölziehen zu starten? So funktioniert es:

 

Die beste Zeit fürs Ölziehen ist direkt morgens nach dem Aufstehen. Ihr Körper entgiftet über Nacht und bereitet die Schlackstoffe zur Ausscheidung vor. Gerade im Mundbereich sammelt sich da vermehrt einiges an. Gehen Sie zur Toilette und starten dann direkt mit dem Detox.

 

In 7 Schritten zum erfolgreichen ÖLZIEHEN:

 

  1. Stellen Sie sich gedanklich drauf ein: Die Anwendung sollte immer morgens und auf nüchternen Magen stattfinden. Essen und trinken Sie vorher nichts, damit die über Nacht im Mund angesammelten Gifte nicht wieder in den Körperkreislauf gelangen. Träger von Prothesen sollten diese vor dem Ölziehen herausnehmen.

  2. Vorbereitung: Öl bei Zimmertemperatur bereitstellen (zum "richtigen Öl" sage ich später noch was...). Ich liebe es, mich während des Ölziehens zu bewegen - zu Laufen. Probieren Sie einfach aus, was Ihnen liegt.

  3. Nehmen Sie eine Menge von 10-15 ml Öl in den Mund. Das ist ungefähr so viel, wie auf 1-2 Eßlöffel passt.

  4. Ziehen, saugen, kauen: Ist das Öl im Mund, bewegen Sie es für ungefähr 20 Minuten zwischen den Backenseiten hin und her. Drücken Sie dabei das Öl auch durch die Zahnzwischenräume und dann saugen Sie es wieder zurück. Eine kurze Pause zwischendrin sorgt dafür, dass das Öl in die Schleimhäute einwirken kann. Achtung: Auf keinen Fall das Öl gurgeln oder schlucken! Im Öl sind durch das Spülen Giftstoffe gelöst, die dem Körper durch das Ölziehen entzogen werden sollen. Runterschlucken ist kontraproduktiv.

  5. Ausspucken: Zum Ende hin wird das Öl dünnflüssiger, da es emulgiert. Es hat nun eine weißliche Farbe und kann ausgespuckt werden. Am besten spucken Sie es in ein Papierküchentuch und entsorgen es über den Hausmüll.

  6. Ausspülen: Im Anschluss spülen Sie den Mund mit lauwarmem Wasser gut aus. Wichtig ist, alle Ölreste aus dem Mund zu entfernen.

  7. Zähne putzen: Putzen Sie dann Ihre Zähne gründlich. Nutze vorzugsweise eine Bio-Zahpasta ohne Fluorid. Spüren Sie einfach mal nach, wie befreiend sich das anfühlt. Und genießen Sie das frische Gefühl.

Welches Öl solltest Du verwenden?

 

Zum Ölziehen empfehle ich kaltgepresste Bio-Öle wie Sonnenblumenöl, Sesamöl, Leinöl, Kokosöl oder Olivenöl. Jedes Öl hat seine Vor- und Nachteile.

Im Ayurveda wird meist Sesamöl verwendet.

Sesamöl: Dem speziell aufbereiteten und gerösteten Sesamöl wird eine erhöhte Bindungsfähigkeit für Giftstoffe nachgesagt. Moderne Methoden weisen jedoch darauf hin, dass das Öl kaltgepresst sein sollte, da es dann geschmacklich recht neutral ist und der Geschmack beigemischter ätherischer Öle stärker hervorkommt. Sesamöl kann speziell bei Zahnfleischentzündungen und Parodontose helfen, da es entzündungshemmend wirkt.

In Russland verwendet man traditionell Sonnenblumenöl.

Sonnenblumenöl: Das Öl sollte auf alle Fälle Bio-Qualität haben. Achte darauf, denn gerade beim Sonnenblumenöl werden sehr häufig qualitativ minderwertige Öle verkauft.

Viele moderne Therapeuten schwören auf Kokosöl.

Kokosöl ist einfach zu handhaben, da es bei Zimmertemperatur fest ist. Es wird dann im Mund flüssig.

Kokosöl wird nachgesagt, dass es die Mundschleimhaut geschmeidig macht, Mundgeruch entgegenwirkt und die Zähne aufhellt, ohne den Zahnschmelz dabei anzugreifen.

Dank seines natürlichen Gehalts an Laurinsäure kann Kokosöl dazu beitragen, Mikroorganismen im Mundraum abzutöten (siehe auch www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21333271).

 

Welches Öl das "Richtige" ist und zu Ihnen passt - probieren Sie es am besten einfach aus!

 

Wenn Sie Unterstützung bei Ihrer Entgiftung brauchen oder Fragen zum Ölziehen haben, vereinbaren Sie doch einfach einen Beratungstermin. Gerne bin ich persönlich in der Praxis, telefonisch oder per VideoChat für Sie da.

 


Drucken

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://annette-lartey.de/