CANDIDA - Meinem Bauch geht es schlecht, mir auch. Was tun? Ein Darmpilz hat viele Gesichter...

CANDIDA - Meinem Bauch geht es schlecht, mir auch. Was tun?

Bauchschmerzen? Durchfall? Verstopfung? Bähungen? Unwohlsein? Hautprobleme? Unklare Schmerzen in den Gelenken? Du fühlst Dich einfach nicht wohl. Kann eine Pilz-Infektion im Darm - CANDIDA - die Ursache dafür sein?

B2ap3 Large Candida Im Darm

Schon von CANDIDA gehört?

CANDIDA - ich schreibe hier von CANDIDA albicans - ist eine Art von Pilzen im Darm. Sie kommen ubiquitär, das heißt bei uns allen, im Darm vor. Schwierig wird es nur, wenn sich die CANDIDA unkontrolliert vermehrt und die Herrschaft in Deinem Darm übernimmt.

Diesen Blog-Artikel schreibe ich, angestoßen durch einen Patienten-Termin in der letzten Woche. Ich habe etwas zum Thema CANDIDA recherchiert und möchte es in diesem Rahmen gerne teilen.

CANDIDA...

Vielleicht wurde bei Dir CANDIDA im Stuhl festgestellt? Oder reagiert sogar schon Dein Immunsystem auf eine CANDIDA-Infektion? Letzteres ist leicht über einen IgG-Test nachweisbar. Wenn das alles so gut nachweisbar ist, wieso wird dann nicht danach geschaut? Warum kontrolliert Dein Arzt das bei entsprechenden Symptomen nicht? Ganz einfach - weil zu wenig darüber bekannt ist. Vielleicht erkennst Du Dich in den folgenden Symptomen wieder?

CANDIDA macht eine Menge Symptome

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  • Blähungen, Druckgefühl, aufgeblähter Bauch
  • Bauchkrämpfe, Bauchschmerz
  • häufige Durchfälle im Wechsel mit Verstopfung, 
  • Stuhlkonsistenz meist schmierig oder dünnflüssig
  • Blähungen als Symptom besonders nach dem Essen von Süßigkeiten, Obstsaft und Kohlenhydraten
  • Juckreiz am Darmausgang (häufig wird nur an Würmer, aber nicht an einen Darmpilz gedacht, besonders bei Kindern...)
  • Soor oder Windeldermatitis bei Kindern

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  • Scheidenpilz, Scheideninfektionen, Ausfluss, Blasenentzündungen
  • Heißhungerattacken auf Süß
  • Übergewicht oder Schwierigkeiten abzunehmen
  • Hautprobleme: Neurodermitis, Ekzeme, akne-artiger Ausschlag
  • Leistungsschwäche, chronische Müdigkeit
  • Infektanfälligkeit
  • wiederkehrende Entzündungen in unterschiedlichen Körperbereichen
  • später: Fettleber, Leberschäden, erhöhte Leberwerte

Nützlich

Jetzt bist Du wahrscheinlich erstmal geschockt und sagst: PILZE - Oh NEIN!!! Doch Pilze sind nicht gleich Pilze! Zur Gattung der Pilze gehören ca. 100.000 bekannte Arten. Einige davon sind für uns Menschen nützlich. Wir genießen Speisepilze. Nutzen Pilze in der Käseherstellung und in Bierhefe oder Backhefe. Pilze zersetzen Deinen Komposthaufen im Garten und lassen fruchtbaren Boden entstehen.

B2ap3 Large Pilze In Nutzung

Lästig

Es gibt einige Arten von Pilzen, die für uns Menschen mehr oder weniger schädlich sind. Dazu zählt auch der oft unterschätzte Schimmelpilz im Badezimmer oder Kellerbereich. Auch da ist nicht jeder Schimmel der gleiche Schimmel. Manche Schimmelarten sind leicht entfernbar und relativ harmlos. Andere wiederum  verbreiten Sporen, die Dein Atmungssystem reizen und Allergien auslösen können. Hier lohnt es sich, einen Fachmann zu konsultieren. 

B2ap3 Large Schimmel An Der Wand

Schädlich!!!

In Deinem Körper können Pilze großen Schaden anrichten. Es gibt 3 große Gruppen von schädlichen Pilzen im menschlichen Körper. 

1) Schimmelpilze

2) Dermatophyten - Hautpilze

3) Hefepilze (CANDIDA albicans gehört hierzu...)

Besonders die Hefepilze bereiten im Darm Schwierigkeiten. Die Symptome habe ich ja oben schon aufgezählt. In meinen Ausführungen möchte ich mich auf diese Kategorie beschränken. Wenn ich CANDIDA sage, meine ich hier im Artikel den Hefepilz CANDIDA albicans im Darm.

CANDIDA - Henne oder Ei?

Ein zu viel von Pilzen im Darm ist immer als Symptom zu verstehen. Etwas ist nicht in Ordnung. Etwas hat das empfindliche Gleichgewicht gestört. Der CANDIDA wuchert im Darm.

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Aus meiner Sicht gibt es 3 hauptsächliche Faktoren, die eine Pilzüberwucherung im Darm begünstigen:

- Die normale Darmbakterienflora ist gestört oder geschwächt. 

- Das körpereigene Immunsystem hat nicht mehr genug Schlagkraft, um die Pilze abzutöten oder unter Kontrolle zu halten.

- Ein Überangebot an Kohlenhydraten: Hier meine ich ein zu viel an Zucker und süßen Lebensmitteln, Süßigkeiten, Keksen, Kuchen, aber auch ein zu viel an Brot und Nudeln. Auch der übermäßige Genuss von süßem Obst, Trockenfrüchten, Säften oder Smoothies kann die Pilzvermehrung fördern.

Daneben stehen die vielen Risikofaktoren, die eine Pilzüberwucherung im Darm fördern. Erkennst Du das eine oder andere wieder?

CANDIDA - Risikofaktoren:

Das ist mal meine Auflistung, die aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

   Medikamente:

   » Antibiotika-Einnahme

   » immunsuppressive Medikamente

   » Antidepressiva: langsame Darmpassage

   » Pillen-Einnahme!!! 

   Chronische Erkrankungen:

   » geschwächte und geschwächte Personen,

   » Patienten mit Krebs, HIV, Diabetes mellitus

   » bei langanhaltenden Infektionserkrankungen

   » Dialyse-Patienten 

  Hormonelle Umstellungsphasen:

   » Schwangerschaft, Geburt, Menopause

  Personen mit Verdauungsstörungen:

  → Die Nahrung liegt zu lange unverdaut im Darm. Die Pilze können sich da so richtig einnisten und vermehren.

  Probleme mit den Zähnen und dem Gebiss

  Stress: ...  und eine daraus resultierende Mangeldurchblutung des Darm

 

NUR eine gesunde intakte Darmflora kann die Ausbreitung von Pilzen und schädlichen Keimen verhindern!

Die Darmflora - das ist die 3. Schicht unserer schleimhautbasierten Abwehr - beinhaltet die "guten" Darmbakterien, die unsere Schleimhäute besiedeln und von denen wir auch profitieren. Sie wehren schädliche Reize ab und verhindern, dass sich schadhafte Bakterien wie z.B. Clostridien oder auch Pilze unkontrolliert ausbreiten. Wir Erwachsene haben bis zu 1,5 kg Darmbakterien in den unzähligen Windungen von Dünn- und  Dickdarm. Diese guten Keime sind zum Teil in der Lage, bakterienhemmende, pilzhemmende oder auch bakterienabtötende Substanzen zu bilden, die die für uns schädlichen Keime eindämmen. 

B2ap3 Large Schleimhaut  

Damit es diesen "guten" Darmbakterien gut geht und sie sich munter vermehren können, brauchen sie das richtige Umfeld (einen entsprechenden pH-Wert) und auch das richtige Futter (hier denke ich besonders an das Butyrat... → Mehr dazu beim Thema: Darmsanierung/Darmaufbau...) 

CANDIDA ist nur ein Symptom!

Ein vermehrter Pilzbefall des Darms ist keine eigenständige Erkrankung. Und deshalb auch nicht einfach mit einem Mittel auf Rezept zu behandeln. Wenn Du unter einer CANDIDA-Infektion leidest, solltest Du auch folgende Punkte auf dem Schirm haben:

  1. Wie stärke ich meine normale Darmflora?
  2. Was kann ich tun, um mein Immunsystem zu stabilisieren?
  3. Wie muss ich mich ernähren, um meine Darmflora stabil zu halten?
  4. Gibt es noch zusätzliche unterstützende Maßnahmen?

Gerne unterstütze ich Dich mit meinem Erfahrungsschatz aus mehr als 20 Jahren naturheilkundlicher Darmbehandlung. Vereinbare einfach einen Termin, und wir schauen, wie wir Deine Beschwerden lindern/beseitigen.

TERMIN vereinbaren: 

Jetzt widmen wir uns der Frage: Was tun bei CANDIDA? Denn wenn Du betroffen bist, machst Du Dir vielleicht Gedanken darüber, was Du selbst tun kannst, um Deine Beschwerden zu lindern.

CANDIDA - Was tun???

Die Behandlung eines Darmpilzes erfordert Geduld und konsequentes Umsetzen der einzelnen Behandlungsschritte. Nur so ist ein Erfolg erreichbar. Du kannst keine Stufe überspringen oder beschleunigen, was wichtig ist: BLEIBE dran! 

1) CANDIDA - Abtöten der Pilze

Zu Beginn ist es wichtig, die Menge der vorhanden CANDIDA einzuschränken. Je nach Befund wähle ich die Methoden aus.

Allgemein bekannt ist das Medikament Nystatin, welches auch häufig als erste Wahl angewandt wird. Dazu kann ich nicht immer raten, denn wie immer: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung! Auch hierbei es gilt therapeutisch immer ganz genau abzuschätzen, ob dieser Weg angezeigt ist.

Nystatin empfehle ich nur bei schwerer und schon länger andauernder Belastung mit CANDIDA, bei hohem Leidensdruck, nur wenn die Patienten sonst gesundheitlich stabil sind und unter strenger therapeutischer Begleitung. Bitte keine Alleingänge hier! 

WIESO? Wenn schnell größere Mengen an Hefepilzen absterben, kann es leicht zur Überforderung Deines Körpers kommen. Große Mengen an toten Pilz-Zellen müssen schnell aus dem Darm abtransportiert werden. Diese toten Zellen produzieren jede Menge Stoffwechselendprodukte, welche toxisch wirken können.

WIE spürst Du das? Nach Einnahme der Mittel verschlimmern sich Deine Symptome. Es kann zusätzlich zu Fieberschüben, Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Kopfschmerzen kommen. Dies geschieht im Rahmen der sogenannten Jarisch-Herxheimer-Reaktion. Das fühlt sich definitiv nicht gut an, ist aber ein Zeichen dafür, das etwas in Bewegung kommt. 

Gerade bei Kindern und zur langsamen Therapie ist ein spezieller Extrakt aus Olivenblättern mein Favorit. Beide Behandlungsmöglichkeiten können auch gut miteinander kombiniert werden.

Unterstützend wirkt auch das 2x tägliche Trinken von frisch aufgebrühtem Lapacho-Tee. Einfach mal im Reformhaus danach fragen. 

2) CANDIDA - Anti-Pilz-Diät

Jetzt wirst Du Dich sicherlich fragen, was Du essen kannst, damit Du diese lästigen Mitbewohner in Deinem Darm nicht noch zusätzlich fütterst. Hier ein paar Anhaltspunkte. Wenn Du die komplette Liste haben möchtest oder eine begleitende Beratung wünschst, fordere das hier entsprechend an: Stichwort: Anti-Pilz-Diät ... anfordern

  • Verzichte auf ALLE zuckerhaltigen Lebensmittel, Süßigkeiten, Süßspeisen wie Kuchen, Kekse, Pudding, Schokolade, Eis, Nuss-Nougat-Cremes
  • Hierzu gehören auch die alternativen Süßungsmittel wie: Ursüße, Vollrohrzucker, Honig, Zuckerrübensirup, Ahornsirup, Honig oder Melasse. Meide auch Marmeladen, Fruchtgelees, Trockenfrüchte, Fruchtsaucen.
  • Süßes Obst nährt den Pilz, deshalb nur auf saures Obst (z.B. Beerenfrüchte... ) zurückgreifen
  • Lass bitte die Finger von zuckerhaltigen Getränken wie Softdrinks, Limonaden, Cola, Fruchtsäften und Smoothies.
  • Meide für die Kur-Zeit jegliche Art von Alkohol (Der wird direkt zu Glukose = Zucker verstoffwechselt und füttert direkt die Pilze...)
  • Meide Kohlenhydrate: Hier besonders Weißmehlprodukte wie Brot und Nudeln, aber auch weißen Reis.
  • Vermeide alle Produkte, welche Hefe enthalten. (Du hast einen Hefepilz...)
  • Ketchup, Majo, Senf, Fertigdressings oder Soßen sollten für Dich Tabu sein
  • MEIDE Fertigprodukte!
  • Iss leicht, damit die Nahrung nicht zu lange in Deinem Magen-Darm-Trakt verbleiben und der CANDIDA Möglichkeiten geben , sich wieder festzusetzen.

3) CANDIDA - Aktivierung der Verdauung

Wenn Du jeden Tag Stuhlgang hast und Dich dabei auch vollständig entleerst, dann wirst Du auch die abgestorbenen Pilzreste auch schnell wieder los. Das mit dem täglichen Stuhlgang ist aus meiner Erfahrung im Umgang mit Patienten aber gar nicht so selbstverständlich. Viele glauben noch immer, dass 3-4 mal "Entleeren" pro Woche völlig normal ist. NEIN! ist er nicht. Und gerade wenn Du mit Darmpilzen zu tun hast, kannst Du es Dir echt nicht leisten, dass die Verdauungsreste länger als nötig in Deinem Darm verbleiben.

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Deshalb:

- Aktiviere Deine Verdauung über Kräuter-Extrakte oder verdauungsfördernde Tees.

- Nutze beim Kochen großzügig Kräuter und Gewürze. Das regt Deine Verdauungssäfte und damit auch die Gesamtverdauung an.

- Bewege Dich! Regelmäßig! Jeder Schritt den Du tust, massiert indirekt Deinen Darm und fördert so Deine Verdauung und den Stuhlgang.

- Achte auf Deine Atmung! Eine gute und tiefe Atmung fördert die Durchblutung Deines Bauchraumes und unterstützt damit auch Deinen Darm.

4) CANDIDA - Darm-Reinigung

Vielleicht hast Du schon mal gegoogelt und bist über die sogenannte Colon-Hydro-Therapie gestolpert. Das ist eine geräte-unterstützte "Darm-Wäsche". Früher habe ich diese sehr aufwendige Art der Behandlung auch durchgeführt.

In den Jahren habe ich das alles ein wenig umgestellt und bin auf eine schonende, leichter anzuwendende kostengünstige Methode gestoßen. Hier arbeiten wir direkt am sogenannten Mikrofilm, der sich auf die Darmschleimhaut gelegt hat und der CANDIDA Möglichkeiten des Unterschlupfes bietet. Wenn Dich das interessiert, schreib mir eine kurze Nachricht mit dem Stichwort: Darm-Reinigung -Mikrofilm ... Infos anfordern

Unterstützend wirken auch Darm-Einläufe. Viele haben davon schon einmal gehört, sind selbst aber sehr zögerlich, mal einen Einlauf auszuprobieren. Ich kann Dir versichern: Es ist einfacher, als Du Dir vielleicht vorstellst. EINFACH MACHEN! Gerne lies noch mal ...  HIER ... im Blog nach oder ruf mich an. Ich beantworte Deine Fragen gerne.

 

5) CANDIDA - Darmaufbau, mikrobiotische Therapie

Hier komme ich ins Spiel. Ich analysiere gemeinsam mit Dir genau Deine Ausgangssituation und stelle Dir dann ein perfekt auf Dich abgestimmtes Darm-Aufbau-Programm zusammen. Wir testen die einzelnen Präparate gezielt aus, damit es direkt zum gewünschten Therapieerfolg führt. Mein TIPP hier: Nicht einfach irgendein Präparat im Internet bestellen. Lass Dich von mir beraten und unterstützen. dann kommst Du ohne viele Umwege ans Ziel.

TERMIN vereinbaren: 

6) CANDIDA - Aktivierung des Immunsystems

Dies ist der letzte Abschnitt der Therapie. Ein wenig überschneidet er sich mit Part 4). Hier schaue ich mit Dir noch mal ganz gezielt, an welcher Stelle wir Dein Immunsystem wie neu ausrichten und stabil aufstellen. 

Die Behandlung einer CANDIDA-Belastung erfordert wirklich etwas Geduld. Ich kann Dir auf jeden Fall versprechen: Es lohnt sich, diesen Aufwand zu betreiben. 

CANDIDA - Bonus-TIPPS:

- Wechsle regelmäßig Deine Zahnbürste! 

- Reinige Deine Zahnspangen/Schienen/Deinen Zahnersatz regelmäßig und desinfiziere diese anschließend. Nur so kannst Du sicherstellen, dass Du Dich nicht ständig reinfizierst.

- Besprich das Thema CANDIDA auch mal mit Deinem Zahnarzt! Kariöse Zähne und Zahnfleischtaschen können Nistplätze für die Candida sein, die Du dann ständig wieder verschluckst und Dich dabei reinfizierst.

 


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Annette Lartey
Heilpraktikerin

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